Junge Menschen die Windeln tragen, sieht man in der Öffentlichkeit relativ selten. Ohne ein geschultes Auge ist es ohnehin schwierig ob jemand gewickelt ist oder nicht. Manchmal lässt der dicke Hintern und die Ausbeulung etwas vermuten. Dennoch weiß man nicht, ob die Person Windeln aus medizinischen Gründen oder zum Spaß trägt. Da das Thema von den meisten schlicht tabuisiert wird, wäre es unhöflich jemand drauf anzusprechen. Andererseits würde mich hingegen freuen, wenn mich darauf ansprechen würde. Meine schönsten Windelsichtungen und Erlebnisse lasse ich dich dennoch teilhaben, falls es dich interessiert.

Das noch viele Teenager nachts ins Bett machen, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Oftmals ist Stress in der Schule oder während der Ausbildung die Ursache fürs Bettnässen. Die Windelhersteller haben auf die Nachfrage reagiert und bieten spezielle Windelhöschen für größere Kinder und Jugendliche an. Die DryNites findet man in jedem Drogerie- und Supermarkt. Im Real-Markt in Köln-Sülz sah ich ein junges Mädel (zwischen 16 bis 18 Jahren) solch eine Packung im Einkaufskorb. Vielleicht war sie eine Bettnässerin. Wie würde man eine Person darum ansprechen? So eventuell: „Hi, machst du auch noch ins Bett? Cool ich auch. Willst du dich mal beim Kaffee trinken darüber unterhalten? Junge Menschen gehen mit dem Thema vielleicht lockerer um, dennoch trifft es nicht auf alle zu.

Eine ähnliche Begegnung machte ich an einer Haltestelle der Straßenbahn. Während ich auf die nächste Bahn wartete, sah ich ein junges Mädchen und Jungen auf der anderen Straßenseite. Ich traue meinen Augen nicht und erkannte ein verdächtiges Paket was das Mädel in den Händen hielt. Dabei handelt es sich die Molicare Classics in Größe M. Das die beiden die Windeln selber tragen gehe ich mal nicht von aus. Denke die würden die sonst nicht so in der Öffentlichkeit herumtragen. Wer weiß das schon. Die Begegnung war jedoch toll. Man ist also nicht allein.

Natürlich bin ich unterwegs meist auch gewickelt. Beispielsweise beim Einkaufen oder Tagesausflügen. Das schöne ist, man muss nicht zwingend eine Toilette aufsuchen, wenn die Blase drückt und unter der Kleidung ist die Windel nahezu unsichtbar. Höchstens der Watschelgang könnte einen irgendwann auffliegen lassen. Aber dann ist es halt Zeit zum Wechseln. Mit meiner Familie fuhr ich für einen Tag zum archäologischen Park in Xanten. Dort findet man zahlreiche Römerbauten. Der Park bietet grade für Eltern mit behinderten Kindern ein schönes Ausflugziel. Nicht selten sieht man größere Kids gewickelt im Reha Buggy. Manche Eltern nehmen es bei der Diskretion nicht ganz so streng. Bei einem 12-Jährigen war die Windel deutlich zu erkennen. Vom Muster könnte es eine Delta oder Abri gewesen sein. Drüber trug er lediglich eine Strumpfhose und T-Shirt. Mit dem 5-Punkt-Gurt festgeschnallt im Buggy. So könnte ich meinen Tag als Baby auch gerne verbringen.

Ein weiteres Erlebnis konnte ich in einem Café beobachten. Ich war zusammen mit meiner Familie und Bekannten dort. Neben unseren Tisch saßen mehrere Eltern mit ihren Kindern. Eins fiel uns besonders auf, laut meiner Mutter und einer Bekannte, müsste der Junge mindestens schon 8 Jahre gewesen sein. Beim Toben und rüber beugen war deutlich eine Pampers 6 BabyDry zu sehen. In der Zeit wo ich zur Toilette ging, trug diesmal keine Windel, wurde der Knappe von seiner Mutter auf dem Wickeltisch frisch gemacht. Dieser befand sich auf dem Gang der Toiletten. Das Kind hatte seine Windel nicht nur für das kleine Geschäft benutzt. Komisch ist es für andere Mütter schon, wenn andere Kinder noch Windeln tragen. Ich trage ja selbst noch Windeln und müsste theoretisch aus dem Windelalter auch raus sein.

Im selben Café bei einem weiteren Besuch mit meiner Familie glaube meine Mutter bei einer jungen Frau in meinem Alter eine Windel auszumachen. Obwohl ihr schwarzes Kleid wie ein Body oder Strampelanzug aussah, konnte ich beim besten Willen keine Windel ausmachen. Auch wenn, hätte ich es nicht bestätigt. Zum Zeitpunkt war ich selbst mit einer Tena Slip Maxi gewickelt. Hatte schon Sorge, dass sie auch meine Windel entdecken könnte. Ich wusste gar nicht, dass sich meine Mutter dafür interessiert, was andere Leute anhaben. Jedenfalls konnte ich keine Windel erkennen. Das Kleid oder Hosenanzug sah schon verdächtig aus.

Meine Windelsichtungen und Erlebnisse (Teil 1)

Ein Gedanke zu „Meine Windelsichtungen und Erlebnisse (Teil 1)

  • 5. Juni 2016 um 8:00
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    Hallo, ja Sichtungen sind so ein Fall für sich…..Hatte auch schon einige wo es 100prozentig war und andere wo man es nicht wirklich sagen konnte. Meist passieren die fast 100prozentigen immer wenn man nicht allein unterwegs ist und die Begleitung von der ganzen Sache nun wirklich nichts mitbekommen soll…..aber so ist das nun mal im Leben 😉

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