Alle paar Jahre komme ich in die Situation ins Krankenhaus zu müssen. Mein letzter Krankenhausaufenthalt war grade einmal 2,5 Jahre her, als mir die Mandeln entfernt wurden. Nun musste ich wegen eines starken Hitzeschlags erneut ins Krankenhaus. Da mein Magen sehr empfindlich ist, blieb es nicht bei einem normalen Aufenthalt. Hinzu kam ein Magen-Darm-Virus. Babys sind halt sehr empfindlich.

Krankheit geht durch den Magen. Bei mir im wahrsten Sinne des Wortes. Übelkeit führt bei mir meist zum Erbrechen. Was plötzlich begann, weitete sich über mehrere Tage aus. Aber von Anfang an. Nach der Arbeit ging ich mit einem Freund am Donnerstagabend (06.08.) auswärts etwas essen. An dem Tag war es über 40 Grad heiß. Im Restaurant wurde mir plötzlich schlecht und musste mich unerwartet mehrfach übergeben. Dies kam so schlagartig, da ich es noch nicht einmal auf Toilette schaffte. Dafür bekam das meiste mein T-Shirt und Hose ab. Ich sah aus, wie ein kleiner Junge, der in die Hose gemacht hatte.

Da ich der Meinung war, über Nacht würde es mir sicherlich wieder besser gehen, entschied ich mich nicht ins Krankenhaus zu fahren. Ärzte hatten um diese Uhrzeit schon geschlossen gehabt. Ich fuhr mit dem Auto nach Hause. Sprich zu einem Freund, wo ich derzeit wohne. Mir ging es stündlich schlechter. Fast im Minutentakt musste ich mich laufend übergeben. Der Magen war total überreizt und verweigere jegliche Flüssigkeiten. Der kleinste Schluck führte zum Erbrechen. Ich versuchte in der Nacht zur Ruhe zu kommen, dies war jedoch kaum möglich. Geschätzte 15-mal musste ich zum Klo gehen. Meist kam nur eine kleine Menge Schleim und Magensäure.

Am nächsten Morgen, war ich richtig schlapp und Müde. Auf die Arbeit zu gehen, war undenkbar. Ich musste mich sobald übergeben, wenn ich was getrunken hatte. Ohne was zu trinken den Tag zu überstehen, wäre zu gefährlich gewesen. So blöd es auch war, musste ich mich am 5. Arbeitstag krank melden. Ich ging zum Hausarzt. Dieser schickte mich  umgehend in die nächstgelegene Uniklinik. Wo ich auch war musste ich mich übergeben. Mit dem Taxi fuhr ich in die Notaufnahme. Ich hatte ein Handtuch mitgenommen, damit ich das Taxi nicht vollkotzen musste.

Im Krankenhaus wurde ich direkt in einem Behandlungszimmer geführt, wo ich mich auf eine Liege legen musste. Falls ich umkippen sollte. Scheinbar hatten viele zu wenig getrunken, denn in der Notaufnahme war bei der Hitze Hochbetrieb. Eine Krankenschwester legte mir einen Zugang und bekam 2 Liter Kochsalzlösung, Zuckerwasser und Mittel gegen Übelkeit. Nach sechs Infusionen und diversen Untersuchen, durfte ich das Krankenhaus nach 7 Stunden verlassen. Es war bereits früher Abend. Die Ärzte stellten einen starken Hitzschlag fest. Mein Magen hatte sich etwas beruhigt. Musste mich nur noch selten übergeben. Ein Taxi brachte mich nach Hause. Allerdings mussten wir kurz anhalten, da ich mich übergeben musste. Überflüssiger Schleim kam raus.

Zuhause angekommen legte ich mich direkt ins Bett und versuchte zu schlafen. Die Ruhe hielt nicht lange an. Nachdem ich etwas getrunken hatte, musste ich öfters erbrechen. Mein Mund und Rachen waren sehr trocken und hatte großen Durst. Doch mein Magen wollte weiterhin keine Flüssigkeiten annehmen. Es war bereits Samstag. In einer Apotheke wollte ich mir Magenschutztabletten holen. Ich wurde jedoch wieder in die Uniklinik Mannheim verwiesen. Die Tabletten hätte ich wahrscheinlich wieder ausgespuckt.

Mit dem Taxi fuhr ich wieder in die Notaufnahme. Kaum angekommen, übergab ich mich wieder mehrfach. Obwohl ich seit zwei Tagen nichts getrunken hatte, kam noch eine ganze Menge raus. Nach einer gefühlten halben Stunde, brachte mich eine Schwester zu einer Liege. Infusionen wurden angeschlossen. Ich legte mich hin, da mir etwas schwindelig wurde und bekam von würgen starke Bauschmerzen. Nachdem die Infusionen angeschlagen hatten, beruhigte sich mein Magen wieder. Während der Untersuchung sollte ich was trinken. Wenn ich dies bei mir behielt, könnte ich das Krankenhaus am späten Nachmittag verlassen. Mein Magen verweigerte es weiterhin, also entschied die Ärztin mich stationär aufzunehmen. Alles andere hätte wahrscheinlich auch keinen Sinn ergeben. Ein Pfleger brachte mich im Rollstuhl in die Isolierstation. Im Krankenzimmer konnte ich mich endlich ins Bett legen und ausruhen. Das Bett war um Längen gemütlicher, als in der Notaufnahme. Ich kam auf ein Zweibettzimmer, wo bereits jemand Lag.

Da ich in der Notaufnahme kein Handyempfang hatte, musste ich erst mal meine Eltern und Freunde informieren. Zudem brauchte ich noch verschiedene Dinge für den Krankenhausaufenthalt. Außer eine Windel für die Nacht, hatte ich nichts dabei gehabt. Obwohl man mittlerweile in jedem Krankenhaus Windeln bekommt, hat ein guter Freund mir weitere fünf und Pflegezeug mitgebracht. Ich vertraue lieber auf die FormaCare X-Plus, als nachts auszulaufen, was ich peinlicher finde.

Nachdem mir ein Pfleger Kamillentee und Zwieback gebracht hatte, schloss mir am Abend eine Schwesternschülerin zwei weitere Infusionen an. Einmal ein Magenschutzmittel und Flüssigkeit mit Elektrolyten versetzt. Der Tee kam direkt wieder hoch. Flüssigkeiten bekam ich weiterhin durch die Vene. Die Stationsärztin untersuchte mich und entschloss mich vor erst nicht, wegen der möglichen Ansteckungsgefahr in ein Einzelzimmer zu verlegen.

Nachdem die Infusionen durchgelaufen waren und von der Nachtschwester entfernt wurden, konnte ich mich für die Nacht Bettfertig machen. Da ich mich in einem Zwei-Bett-Zimmer befand, musste ich mich im Badezimmer wickeln. Dies ging jedoch nur im Stehen. Die Windeln transportierte ich in einem Stoffbeutel. Diesen deponierte ich im Badezimmerschrank, damit ich nicht jedes Mal die Tasche aufs Klo mitnehmen musste. Jeder Patient hatte einen eignen. Was ganz praktisch war. Die gebrauchten Windeln hatte ich in einem blickdichten Müllbeutel in die Mülltonne entsorgt. Hatte jedoch nur einen dabei gehabt. Die restlichen Windeln musste ich so entsorgen, blöderweise verwendete das Krankenhaus durchsichtige Müllbeutel. Die Windeln konnte man deutlich erkennen. Es gibt jedoch schlimmeres.

Mein Magen hatte sich in der Nacht beruhigt. Meine Windel hatte sich bereits gefüllt. Es war bereits Sonntagmorgens. Mir wurden wieder zwei Infusionen angeschlossen, die ich bereits die Tage schon verabreicht bekam. Ich wurde ein Jahr älter. Doch zu Feiern war mir nicht zu muhte. Meine Eltern hatten sich für Vormittag angekündigt. Die kamen extra von Köln nach Mannheim. Hier im Volksmund auch Monnem genannt. Die Infusionen tröpfelten bis zum Mittag vor sich hin. Mit nasser FormaCare X-Plus lag ich im Bett. Meine Eltern hatten nichts bemerkt. Das wickeln hätte sich womöglich mit Infusionsständer als schwierig erwiesen. Während meine Eltern am Mittag kurz was essen gegangen sind und ich von der Infusion befreit worden war, nutzte ich die Gelegenheit und  konnte meine Nachtpampi endlich ausziehen. Zum Glück ist die nicht ausgelaufen.

Eine weitere Schwesternschülerin hat gegen Abend meine Stadionaufnahme erledigt. Dies wurde bisher noch nicht gemacht. Anhand eines Formulars wurde ich z.B. auf bekannte Krankheiten und Einnahme von Medikamenten befragt. Ich wurde auch auf Ausscheidungsprobleme sprich Inkontinenz gefragt. Fand es diesmal nicht notwendig anzugeben, dass ich Bettnässer bin. Da ich ohnehin meine Windeln dabei hatte und mich selbst wickeln konnte. Mit dem selbstständigen trinken und essen klappte auch mittlerweile. Infusionen benötigte ich keine mehr.

Am Montag wurde noch eine CT gemacht und Blutprobe zum wiederholten Mal entnommen. Alle Werte lagen im grünen Bereich. Außerdem stand ich noch unter Beobachtung, ob ich nun wirklich alles bei mir behalte. Bekam am Mittag auch meine erste Mahlzeit. Ein Teller Nudeln mit Gemüse. Während mein Zimmernachbar für eine Untersuchung von einem Pfleger abgeholt wurde, erkundete ich das Zimmer. Mir fiel direkt der Pflegeschrank neben der Zimmertür ins Auge. Auf einer Tür stand sogar dick „Windel“ drauf. Im Schrank befanden sich zu meinem Erstaunen zahlreiche Attends Active 9 in Größe M und L. Dabei handelt es sich um eine saugstarke Windel mit Hüftband. Laut ABL-Saugleistung kann die Active M9 rund 890 ml aufnehmen. Für die Nacht geeignet. Ich nahm mir Windeln aus dem Schrank und legte diese unter die Bettdecke. Ich wollte diese am Abend testen.

Auf dem Weg zur Computertomografie (CT), entdeckte ich auf dem Flur der Krankenstation mehrere Rollwagen, wo sich ebenfalls zahlreiche Attends Active befanden. In einem kleinen Lagerraum, stapelten sich zudem mehrere Windelpackungen von Attends. Ich fühlte mich wie im Paradies. In der Nacht von Montag auf Dienstag konnte ich die Attends Active M9 ausprobieren. Von der Saugleistung und Tragekomfort bin ich positiv überrascht. Das System ist allerdings etwas ungewohnt, da es an den Seiten offen ist. Immerhin mit Folie. Das Anlegen im Stehen klappte besser. Im Sommer werde ich die öfters tragen, allerdings die Saugstarke 10.

Nach fünf Tagen Krankenhausaufenthalt geht es mir etwas besser. Diese Woche bin ich weiterhin krankgeschrieben. Vor allem muss ich wieder zu Kräften kommen. Schließlich hatte ich über 6 Kilogramm abgenommen. Obwohl ich diesmal das Krankenhaus nicht über meine Harninkontinenz informiert hatte, konnte ich mir diese im Stehen problemlos anlegen. Zumindest in Krankenhäuser gehören Windeln schon längst zum Alltag. Es sind halt gewöhnliche Hilfsmittel wie Taschentücher oder Verbände. Die Tage werde ich durchgehend gewickelt sein. Beim vielen Trinken, macht sich vor allem meine Reizblase bemerkbar. Da sind Windeln wirklich von Vorteil. Ich hoffe dir hat mein Erlebnisbericht gefallen.

Im Krankenhaus